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Warum Faszientherapie?

Was sind Faszien?

Faszien sind feine Häute, die Muskeln, Knochen und sogar Nerven umhüllen.

Dadurch geben sie einzelnen Körperstrukturen Form und bilden eine elastische Grundmatrix des Körpers. Nicht nur menschliche Körper sind auf Faszien angewiesen, sondern auch Tiere und sogar Pflanzen. Ein stark vereinfachtes Beispiel für die abgrenzende Funktion von Faszien sind Orangen – die weißen Häute verleihen der Orange ihre Form, indem sie ihre einzelnen Teile klar trennen und stabilisieren.

Faszien können hauchdünn sein oder mehrere Millimeter dick. Über sympathische Nervenendigungen kommunizieren die Faszien mit unserem vegetativen Nervensystem, das lebenswichtige Körperfunktionen steuert – und zwar selbstständig. Denn auf Abläufe wie Atmung, Verdauung und Prozesse der Organe können wir keinen Einfluss nehmen. Aber wir können dafür sorgen, dass unsere Faszien durchlässig und von Verklebungen befreit sind – durch vielfältige Bewegung und bei Störungen durch gezielte Faszienbehandlung.

Warum verkleben Faszien?

Faszien sind nicht nur mit Nervenendigungen durchsetzt, sondern unterstützen auch die Lymphe. Wenn Verspannungen einen Stau der Lymphe auslösen, kann es zu Verklebungen der Faszien kommen. Damit Lymphe ihre Aufgabe des Schadstoff-Abtransports erfüllen können, benötigen sie Muskelaktivität. Wenn diese z.B. durch eine Verspannung verhindert wird, lagert sich Fibrinum, das für Wundschließung zuständig ist, im Fasziengewebe ab und verklebt es, wie man so sagt.
 
Stress kann ebenfalls zum Verkleben von Faszien führen, da die Ausschüttung von Stresshormonen eine Anspannung der Faszien auslöst. Wenn Stress dauerhaft besteht, wandelt sich Anspannung in Verspannung und diese wiederum in Schmerz.
 
Genau wie Stress wirkt sich auch ungesunde Ernährung negativ auf die Flexibilität der Faszien aus. Übersäuerung durch ungesunde Ernährung reizt das Fasziengewebe und führt zu Verklebungen und Schmerzen.  

5 Dinge, die Sie noch nicht über Faszien wussten:

1.

Faszien haben kein Anfang und kein Ende, sondern funktionieren als Gesamtstruktur, die den gesamten Körper durchzieht.

2.

Faszien sind „Energiespeicher“, denn sie spielen eine wichtige Rolle bei der Krafterzeugung. Die Dehnspannung der Faszien überträgt Kraft an Bänder und Muskeln. Je elastischer die Faszien, desto größer ist dieser Effekt.Faszien haben kein Anfang und kein Ende, sondern funktionieren als Gesamtstruktur, die den gesamten Körper durchzieht.

3.

Faszien sind ein Sinnesorgan. Genau wie bei Augen, Ohren, oder Nase überschütten die Nervenendigungen der Faszien unser Gehirn mit Reizen.

4.

Würde man nur die Faszien des menschlichen Körpers extrahieren, könnte man immer noch die individuelle Haltung erkennen. Wenn sie durch Faszienbehandlung gelockert werden, verändert sich nicht nur unsere Haltung, sondern auch unsere Beweglichkeit.

5.

Faszien können Spannungen auf andere Körperregionen übertragen. Zum Beispiel kann eine verklebte Faszie einer verkürzten Wade Schmerzen im Nacken auslösen.